Bricht

Eichenrahmen 232 × 332

Gehrungsrahmen aus Eiche mit umlaufender Nut für das Riffelglas 200 × 300. Das Glas wird beim Verleimen eingeschlossen, der Druck liegt 30 mm dahinter auf einem Karton im Falz – was hängt, ist nicht mehr das Bild, sondern was das Glas daraus macht.

Aussenmass
232 × 332
Sichtöffnung
192 × 292
Profil
20 × 40
Nut
5 × 5
Glas
200 × 300
Glas bis Bild
30mm
Falz
6 × 2
Gewicht
1,2kg

Acht Blätter, alle Masse in Millimetern.

Ansichten, Schnitt, Leisten, Glas und Bild – aus denselben Massen gezeichnet wie das Modell. Die Zeichnungen sind untereinander massstäblich, gedruckt aber nicht in 1:1.

Diagonale 405 ± 0,5AA201922023220292203328253Dübel Ø6 × 25, verdeckt,je Ecke zwei übereinander(10 und 30 ab Vorderkante)Nutgrund 202 × 302, verdecktGlas 200 × 300 wie geliefert, 1 mm LuftRiffelglas, Rillen senkrechtTeilung 3,77 mm, 53 RillenGehrung 45°, alle vier Ecken · Aussenkanten 1 mm gebrochenBlatt I · Ansicht von vorne · Masse in mm
I. Ansicht von vorne. Aussenmass 232 × 332, Sichtöffnung 192 × 292, Rahmenbreite 20. Das Glas 200 × 300 ist gesetzt, der Rahmen deckt es rundum 4 mm ab. Die Diagonale ist das Prüfmass beim Verleimen.
405 Nut43322029220300 Glas30 Luft2 Falz56Zackenaufhänger, Schrauben max. 10 langauf der 14 mm breiten Rückfläche neben dem FalzKarton 2 mm, 203 × 303, mit dem losen Druck davor,liegt bündig im Falz 6 × 2, Drehriegel halten ihnRiffelglas 4 mm, Rillen nach vorne,sitzt lose in der Nut, 1 mm Luft, kein LeimLeiste 20 × 40, Eiche massiv,Faser längs, HartwachsölVorderkante links · Tiefe 40: 8 bis zum Glasrücken, 30 Luft, 2 FalzBlatt II · Schnitt A–A · Masse in mm
II. Schnitt A–A. Die Nut liegt 4 mm hinter der Vorderkante, ist 5 mm breit und 5 mm tief. Das 4 mm dicke Glas steht lose darin, der Karton mit dem Druck liegt hinten im Falz – dazwischen 30 mm Luft, der optische Abstand.
232332204 Falzöffnung · Karton 2031482246Zackenaufhänger mittig,Schrauben max. 10 langVier Drehriegel, Messing 20 mm,Schrauben Ø3 × 10 in die 14 mm RückflächeKarton 2 mm, 203 × 303, 1 mm Luft,Druck lose davor, Falzlippe 6 hält ihn planWechsel: Riegel drehen, Karton hebenAnsicht von hinten · Falz 6 × 2, Karton bündig mit der RückflächeBlatt III · Rückansicht · Masse in mm
III. Rückansicht. Der Karton liegt bündig im Falz und wird von vier Drehriegeln gehalten, der Druck lässt sich wechseln. Aufhänger mittig, Schrauben höchstens 10 mm lang.
232 aussen192 innen20845°Ansicht auf die Vorderseite · Nut (15) und Falz (14) verdeckt auf der Innenseite2084010305562Schnitt durch die Leiste, vorne oben,Innenseite rechts · Nut 5 × 5, Falz 6 × 2Bohrungen 4 mm neben der Nut28,311,340Ansicht auf die Gehrungsfläche · Aussenkante linksBohrung 20 tief, längs in die LeisteDübel Ø6 × 25 eingeleimt, ragt 5 herausBohrung Ø6 unter 45° zur Fläche, parallel zu Leiste 2 und 3 ·erscheint als Ellipse 6 × 8,5 · Achse 8 ab Aussenkante, 10 und 30 ab vorneBlatt IV · Leiste 2 und 3, kurz · Pos. 2, 2 Stück · Masse in mm
IV. Leiste 2 und 3. Die kurzen Leisten tragen die Dübel: 20 mm tief ab Gehrungsfläche. Vor dem Gehrungsschnitt gebohrt sind das 28 mm ab der rechtwinkligen Stirn.
332 aussen292 innen20845°Ansicht auf die Vorderseite · Nut (15) und Falz (14) verdeckt auf der Innenseite2084010305562Schnitt durch die Leiste, vorne oben,Innenseite rechts · Nut 5 × 5, Falz 6 × 2Bohrungen 4 mm neben der Nut28,311,340Ansicht auf die Gehrungsfläche · Aussenkante linksSackloch 5 tief, quer zur Leiste3 mm Restwand nach aussen, nicht durchbohrenBohrung Ø6 unter 45° zur Fläche, parallel zu Leiste 2 und 3 ·erscheint als Ellipse 6 × 8,5 · Achse 8 ab Aussenkante, 10 und 30 ab vorneBlatt V · Leiste 1 und 4, lang · Pos. 1, 2 Stück · Masse in mm
V. Leiste 1 und 4. Die langen Leisten bekommen nur ein 5 mm tiefes Sackloch in der Gehrungsfläche. 3 mm Restwand nach aussen, damit von vorne nichts zu sehen ist.
200300Riffelglas 4 mm, wie geliefert · nicht schneidenRillen senkrecht, Teilung etwa 3,8 · Nutgrund 202 × 302, 1 mm Luft rundum3,7740,7Rillenprofil 10:1 · Zylinderlinsen, Brennweite etwa 5 mm203303192 sichtbarKarton 2 mm mit dem Druck davor · Papier 200–250 g/m²Schraffiert: unter der Falzlippe, 5,5 rundum · Druck darf wechselnMotiv auf grosse Flächen auslegen · Musterbild: roter PunktBlatt VI · Glas und Bild · Masse in mm
VI. Glas und Bild. Das Glas ist wie geliefert, 200 × 300, und bestimmt alles andere. Der Druck liegt lose auf einem Karton 203 × 303, sichtbar bleiben 192 × 292. Das Rillenprofil ist eine Zylinderlinse mit rund 5 mm Brennweite.
Leiste 2 mit eingeleimten DübelnBohrung 20 tief, Dübel ragt 5 heraus · Nut 5 × 5 und Falz 6 × 2 auf der InnenseiteLeiste 4 wird von aussen aufgeschobenSackloch 5 tief, 3 mm Restwand · kein Leim in die NutGlas sitzt bereits in der Nut von Leiste 2 · Rillen senkrecht · Bohrungen laufen unter 45° zur GehrungsflächeReihenfolge: 2 und 3 mit Glas legen, dann 1 und 4 auf die Dübel schieben, BandspannerBlatt VII · Eckdetail, Skizze, nicht massstäblich · Rahmen liegt flach, Vorderseite oben
VII. Eckdetail. Skizze der Verbindung: 2 und 3 halten die Dübel, 1 und 4 werden zuletzt aufgeschoben, jede auf zwei parallele Stifte. Eine Schubrichtung, nichts verkantet.
20404530 Luft2614Schnitt durch die obere Leiste, vorne oben, Innenseite rechtsLeiste 20 × 40 · Nut 5 × 5 · Falz 6 × 2 hinten innenKarton 2 mm mit Druck davor liegt bündig mit der Rückfläche,der Drehriegel drückt direkt auf den Karton – keine Stufe204 Falzöffnung · Karton 2038224614Rückansicht · Karton 203 × 303 liegt im Falz, 1 mm LuftVier Drehriegel an den langen Leisten, obere Leiste bleibt dem Aufhänger62Falzlippe drückt denDruck auf den Karton:plan, ohne KleberSichtöffnung 192 × 292:das Glas 200 × 300 ist fixund liegt 4 mm in der Nut,der Karton 5,5 unter der Lippe.Wechsel: vier Riegeldrehen, Karton heben,neues Blatt einlegen.Blatt VIII · Falz und Bildpaket · Masse in mm
VIII. Falz und Bildpaket. Falz 6 × 2 hinten innen, darin ein Karton 203 × 303 mit dem losen Druck davor, von vier Drehriegeln gehalten. Leiste 20 × 40 wie das Holz, dazwischen 30 mm Luft.

Gerendert

Der Rahmen frontal an einer BetonwandDer Rahmen schräg von rechts mit SchlagschattenNahaufnahme der Gehrung mit gebrochener AussenkanteAusschnitt auf das Riffelglas mit dem roten Punkt

Profil, Ecke, Glas, Zuschnitt, Ablauf und Prüfung.

Profil und NutSchnitt durch die obere Leiste
Riffelglas 4 mm 200 × 300 wie geliefert 1 mm Luft rundum Karton 2 mm im Falz 6 × 2, Druck davor Dübel Ø6 · 10 und 30 ab vorne 20 40 4 5 5 Nuttiefe 8 Dübelachse ab Aussenkante Vorderkante 30 mm Luft
Die Nut liegt 4 mm hinter der Vorderkante, ist 5 mm breit und 5 mm tief – damit deckt der Rahmen das gesetzte Glas 200 × 300 rundum 4 mm ab, die Sichtöffnung ist 192 × 292. Hinten innen der Falz 6 × 2 für den Karton. Die Dübel laufen in der oberen Leiste längs und erscheinen deshalb als Kreise; ihre Achse liegt 8 mm von der Aussenkante, die Nut beginnt erst bei 15 mm. Zwischen Bohrung und Nut bleiben 4 mm Holz.
Die EckeWer den Dübel hält

Die Dübel liegen längs in den Leisten 2 und 3 und ragen aus deren Enden heraus – links nach links, rechts nach rechts. Beim Zusammenbau liegen 2 und 3 mit dem Glas dazwischen, dann werden 1 und 4 von aussen aufgeschoben. Jede der beiden trifft auf zwei parallele Stifte, also eine einzige Schubrichtung. Nichts verkantet.

DÜBEL LÄNGS IN 2 UND 3 1 2 3 4 1 und 4 kommen zuletzt, jede auf zwei parallele Stifte – eine Schubrichtung. ✓ so ist es gezeichnet, so geht es zu DÜBEL LÄNGS IN 1 UND 4 1 2 3 4 ✗ Dann käme 2 zuletzt und müsste gleich- zeitig nach links und nach rechts. ✗ diese Variante geht nicht zu
Gefüllt gezeichnet ist der eingeleimte Teil des Dübels, offen die Aufnahmebohrung in der Gegenleiste. Beide Bilder zeigen dieselben acht Dübel an derselben Stelle – nur die Verankerung ist getauscht, und das entscheidet, ob sich der Rahmen schliessen lässt.
BohrlöcherVor dem Gehrungsschnitt bohren

Beide Leisten einer Ecke lassen sich bohren, solange die Enden noch rechtwinklig sind. Gebohrt wird dabei auch durch Holz, das der Gehrungsschnitt danach wegnimmt – deshalb sind die Bohrungen tiefer als der Teil, der am Ende übrig bleibt. Voraussetzung: Die Leiste ist vorher rechtwinklig auf ihre Aussenlänge abgelängt, damit die Spitze der Gehrung genau an der Stirn liegt.

20 Rahmenbreite 8 40 Tiefe bis zur Wand 10 20 10 hinten, zur Wand Nut 5 × 5 für das Glas Falz 6 × 2 innen, zum Glas Bohrung 1: 10 ab Vorderkante Bohrung 2: 30 ab Vorderkante
Stirnansicht: der Blick auf das rechtwinklige Ende der Leiste, bevor die Gehrung geschnitten ist. 20 ist die Breite, die man am fertigen Rahmen von vorne sieht, 40 die Tiefe bis zur Wand – das Holz ist 20 × 40. In dieser Richtung liegen die beiden Bohrungen nebeneinander, 20 mm auseinander. Leiste 1 und 4 haben dasselbe Profil.
Leiste 2 und 3 · längs in die Stirn Leiste 1 und 4 · quer von der Innenkante 28 bohren 8 weg 20 bleiben 8 20 breit Stirn rechtwinklig · Aussenkante oben · Nut verdeckt unten Gehrung gestrichelt: Spitze genau an der Stirn 17 bohren 5 12 weg 3 8 Innenkante mit Nut Aussenkante links · 3 mm Restwand bleiben stehen
Dieselben Leisten von vorne gesehen – hier zeigen sie nur ihre 20 mm Rahmenbreite, die 40 mm Tiefe verlaufen vom Betrachter weg. Schraffiert ist, was beim Gehrungsschnitt wegfällt. Die beiden Bohrungen liegen in dieser Richtung hintereinander und decken sich deshalb.
LeisteAnsetzenBohrtiefeNach der GehrungLage
2 und 3
kurz, tragen die Dübel
Stirn, längs zur Leiste2820 tief8 ab Aussenkante
10 und 30 ab Vorderkante
1 und 4
lang, nehmen die Dübel auf
Innenkante, quer zur Leiste175 tief, Sackloch8 ab Stirn
10 und 30 ab Vorderkante
3 mm Restwand aussen
  • Warum 28 und 17. Die Gehrung läuft von der Aussenecke zur Innenecke. Auf der Höhe der Dübelachse, 8 mm von der Aussenkante, liegt sie bei Leiste 2 und 3 genau 8 mm hinter der Stirn: 8 + 20 = 28. Bei Leiste 1 und 4 liegt sie 12 mm vor der 20 mm entfernten Innenkante: 12 + 5 = 17.
  • Leimraum. 28 geht auf null auf. Wer den Dübel nicht auf Grund stossen will, bohrt in 2 und 3 auf 29: Der 25er Dübel ragt dann 4 heraus und hat im 5er Sackloch 1 mm Platz für den Leim. Das Sackloch in 1 und 4 bleibt bei 17 – tiefer ginge es durch die Restwand.
  • Die Nut füllen. In 1 und 4 setzt der Bohrer an der Innenkante an, wo die Nut schon gefräst ist. Einen Streifen 5 × 5 in die Nut stecken, sonst verläuft der Bohrer an der Kante. Das Stück fällt mit der Gehrung weg.
  • Mit Anschlag, nicht angezeichnet. Bohrständer mit Tiefenstopp und zwei Anschlägen – einer für die 8 mm, einer für 10 bzw. 30 ab Vorderkante. Alle acht Löcher einer Tiefenlage in einem Durchgang, dann treffen sich die Paare.
Was 30 mm Abstand machenRiffelglas als Zylinderlinse

Riffelglas ist eine Reihe stehender Zylinderlinsen. Bei 4 mm Glas und 3,8 mm Rillenabstand liegt die Brennweite bei etwa 4 mm. Ein Bild direkt dahinter wird nur weich verzogen. Dein Bild liegt 30 mm dahinter, also weit hinter dem Brennpunkt – jede Rille wirft ein eigenes, seitenverkehrtes Bildchen, und die addieren sich zu einem senkrecht gestreiften Muster.

Gerendertes Standbild: der rote Punkt hinter dem Riffelglas zerfällt in senkrechte Streifen.
Aus dem Modell gerendert, mit echter Lichtbrechung durch die 53 Rillen – nicht nachgezeichnet. Der Punkt ist als Punkt nicht mehr lesbar; er wird zu einer Fläche aus senkrechten Streifen, die sich beim Vorbeigehen verschiebt.
SCHNITT · NUT VORNE Riffelglas 4 mm Bild 30 mm Ein einziger Bildpunkt erreicht gut ein Dutzend Rillen – und erscheint entsprechend oft, versetzt.
Die Tiefe des Rahmens ist hier das gestalterische Mittel: 30 mm Abstand machen aus dem Bild ein Muster. Der Effekt hängt direkt am Abstand – er ist nicht Zufall, sondern eingestellt.
ZuschnittlisteAlle Masse in mm
PosTeilMaterialZuschnittAnz.
1Rahmenleiste langEiche massiv, 20 × 40332 aussen / 292 innen
Gehrung 45° beidseitig
2
2Rahmenleiste kurzEiche massiv, 20 × 40232 aussen / 192 innen
Gehrung 45° beidseitig
2
3Riffelglas4 mm, Rillen senkrecht, wie geliefert200 × 300
nicht schneiden
1
4DübelRundstab Ø6, Buche oder Nussbaum25 abgelängt8
5BildDruck auf Papier, 200–250 g/m²203 × 303
lose auf dem Karton
1
6KartonGraukarton 2 mm203 × 303
im Falz, 1 mm Luft
1
7AufhängerZackenaufhängerSchrauben max. 10 lang1
8DrehriegelMessing 20 mm, Schrauben Ø3 × 10lange Leisten
bei 82 und 246 ab oben
4

Rohholzbedarf 4 Leisten mit zusammen 1128 mm Aussenlänge, aus dem vorhandenen Holz 20 × 40. Mit Sägeschnitten und Reserve rund 1300 mm Leiste – nichts auftrennen, nichts aufdoppeln.

Prüfmasse Diagonale 405,0 ± 0,5 · Nutgrund 202 × 302 · Gehrung 45,0°

BauablaufDas Glas bestimmt die Reihenfolge
  1. Leisten herrichten

    Das Holz 20 × 40 abrichten und auf Mass prüfen. Alle vier aus demselben Stück und mit gleicher Faserrichtung ablegen – an den Gehrungen sieht man jeden Wechsel.

    Übermass 100 mm auf die Gesamtlänge
  2. Nut und Falz fräsen – vor dem Ablängen

    Über die volle Länge, an der Tischfräse oder mit Nutfräser und Anschlag. In einem Durchgang alle vier Leisten, dann sitzt die Nut überall gleich tief und gleich weit von der Vorderkante. Danach den Falz hinten innen, 6 breit und 2 tief, mit dem Falzfräser.

    5 breit × 5 tief · Innenseite · Nutmitte 6,5 mm ab Vorderkante · Falz 6 × 2 hinten innen
  3. Rechtwinklig ablängen

    Beide langen Leisten auf 332, beide kurzen auf 232 – rechtwinklig, noch ohne Gehrung. Mit Längenanschlag arbeiten, nicht anzeichnen: nur so werden gegenüberliegende Leisten wirklich gleich lang. Diese Stirn ist später die Spitze der Gehrung.

    332 und 232 genau · Stirnen im rechten Winkel
  4. Dübellöcher bohren – vor der Gehrung

    In 2 und 3 längs in die Stirn, in 1 und 4 quer von der Innenkante. Die Bohrungen sind tiefer als nötig, weil der Gehrungsschnitt einen Teil davon wegnimmt. Nut dabei mit einem Streifen füllen. Die Masse stehen unter Bohrlöcher.

    Ø6 · 2 und 3: 28 tief ab Stirn · 1 und 4: 17 tief ab Innenkante · Achse 8 ab Aussenkante · 10 und 30 ab Vorderkante
  5. Gehrungen schneiden

    Die Spitze der Gehrung genau an die Stirn legen, der Sägeschnitt geht in den Abfall. Wird die Leiste dabei kürzer, stimmen Rahmenmass und Bohrtiefe nicht mehr.

    45,0° · ein Fehler von 0,5° ergibt an vier Ecken 2° Spalt
  6. Trockenprobe mit Glas

    Alles ohne Leim zusammenziehen, Glas eingelegt. Beide Diagonalen messen und prüfen, ob das Glas in der Nut Spiel hat. Danach kommt man nicht mehr heran.

    Diagonale 405,0 ± 0,5 · Glasspiel rundum ~1 mm
  7. Schleifen und Ölen – jetzt, nicht später

    Die Leisten einzeln fertig schleifen und ölen, solange sie flach auf der Bank liegen. Gehrungsflächen und Nut abkleben, dort muss Leim halten. Nach dem Verleimen ist das Glas im Weg.

    Korn 120 → 180 · Kanten 0,5 mm brechen · Hartwachsöl, 2 Aufträge
  8. Verleimen – Rahmen um das Glas herum

    Dübel in 2 und 3 einleimen. Dann 2 und 3 flach hinlegen, Glas in die Nuten schieben, und 1 und 4 von aussen aufschieben. Kein Leim in die Nut: das Glas muss sich bewegen können, sonst reisst es beim ersten Feuchtewechsel. Anschliessend Bandspanner.

    PVAc D3 · 45 min im Spanner · Diagonalen während des Anziehens prüfen
  9. Ecken säubern und nachölen

    Ausgetretenen Leim abnehmen, solange er noch gummiartig ist. Die Gehrungen leicht überschleifen und die Stelle nachölen – sonst bleibt dort ein matter Fleck. Glas grosszügig abkleben.

    Leim nach ca. 30 min abstechen · Korn 240 · dünn ölen, nach 20 min abnehmen
  10. Bildpaket einlegen

    Den Druck lose auf den Karton legen, beides in den Falz, die vier Drehriegel darüber drehen. Die 6 mm Lippe hält das Papier plan. Zum Wechseln Riegel drehen, Karton heben, neues Blatt einlegen – und das Glas lässt sich dabei von innen putzen.

    Karton 203 × 303, 1 mm Luft · Druck 200–250 g/m² · Drehriegel Messing 20 mm, Schrauben Ø3 × 10
  11. Aufhänger montieren

    Zackenaufhänger mittig auf die obere Leiste, oder zwei seitlich mit Seil. Nicht in die Nut schrauben.

    Schraubenlänge maximal 10 mm
Was zu beachten istPrüfung der Zeichnung
Motivwahl

30 mm Abstand machen aus dem Bild ein Muster

Das ist die stärkste Wirkung im ganzen Entwurf und sie ist gewollt. Nur folgt daraus etwas für das Motiv: alles, was von feinen Linien, Text oder Gesichtern lebt, überlebt diesen Abstand nicht. Grosse Farbflächen, Farbverläufe und klare Formen dagegen werden schöner.

Motiv auf grosse Flächen und starke Farben auslegen. Vor dem Druck an einem Probestreifen hinter Riffelglas prüfen, mit 30 mm Abstand.
Reihenfolge

Das Glas kann nur beim Verleimen hinein

Eine umlaufende Nut schliesst das Glas ein. Es lässt sich weder vorher noch nachher einschieben, und bei Bruch muss der Rahmen aufgesägt werden. Genauso muss geschliffen und geölt sein, bevor das Glas drin ist.

Leisten vor dem Verleimen fertig schleifen und ölen, Gehrungsflächen und Nut dabei abkleben.
Geprüft

Die Dübel dürfen vorgebohrt werden

Weil sie längs in 2 und 3 sitzen und nach aussen zeigen, kommen 1 und 4 zuletzt und schieben sich auf je zwei parallele Stifte. Wären die Dübel in 1 und 4 verankert, ginge es nicht – dann müsste 2 zuletzt gleichzeitig nach links und rechts.

Beim Bohren darauf achten: 20 mm tief längs in 2 und 3, nur 5 mm tief in 1 und 4 – und dort nicht durchbohren. Das sind die Tiefen nach dem Gehrungsschnitt; vor dem Schnitt gebohrt sind es 28 und 17. Nicht umgekehrt verankern.
Korrektur

Dübelachse 8 statt 5 mm von der Aussenkante

In der Zeichnung liegen die Dübel weiter aussen. Bei Ø6 bliebe dann zwischen Bohrung und Aussenfläche zu wenig Holz, und in der Tiefe würde die Bohrung die Nut streifen.

Achse 8 mm ab Aussenkante: 5 mm Holz bis zur Aussenfläche, 4 mm bis zur Nut, Eingriff 5 mm in der einen und 20 mm in der anderen Leiste.
Abweichung

Restwand 3 mm statt 5 mm

In deiner Zeichnung bleiben zwischen Dübel und Aussenfläche 5 mm. Auf der Dübelachse liegt die Gehrung aber schon nach 8 mm – bei 5 mm Restwand blieben nur 3 mm Eingriff in Leiste 1 und 4, und der Dübel hätte kaum noch Halt.

Restwand auf 3 mm, Sackloch 5 mm tief. Von aussen weiterhin nichts sichtbar.
Gelöst

Falz und Karton statt Klebepapier

Das Papier liegt lose auf einem 2 mm Karton und wird von der 6 mm Falzlippe plan gehalten. Nichts wellt sich, nichts klebt, der Druck lässt sich jederzeit wechseln und das Glas von innen putzen.

Falz 6 × 2 hinten innen, Karton 203 × 303, vier Drehriegel an den langen Leisten. Mit dem Holz 20 × 40 bleiben 30 mm Luft.
Beschaffung

Das Glas ist da – und bestimmt das Mass

Das Riffelglas liegt mit 200 × 300 vor und lässt sich nicht schneiden. Also muss es in die Nut: Sichtöffnung 192 × 292 statt 200 × 300, Aussenmass 232 × 332 mit dem vorhandenen Holz 20 × 40.

Eiche: Leisten 20 × 40 wie vorhanden, nichts aufdoppeln. Glas: wie geliefert, Rillen senkrecht einlegen, 1 mm Luft im Nutgrund.
Geprüft

Holzbewegung ist unkritisch

Verleimte Gehrungen reissen auf, wenn das Holz quer zur Faser arbeitet. Hier ist die Leiste nur 20 mm breit: bei 5 % Feuchteänderung sind das rund 0,17 mm pro Leiste. Die Ecken bleiben zu – vorausgesetzt, das Glas klebt nicht in der Nut fest.

Was in der Zeichnung stehtZeichnung → Plan

Die 19,91 mm sind nicht die Rahmenbreite – das ist die Bemassung eines Dübels, gerundet 20 mm. Die Rahmenbreite steht gar nicht in der Zeichnung. Rechnerisch ergäbe sie (236 − 200) / 2 = 18 mm – massgebend ist aber das vorhandene Holz: 20 × 40. Mit dem gesetzten Glas 200 × 300 wandert die Sichtöffnung auf 192 × 292, mit 20 mm Rahmenbreite wird das Aussenmass 192 + 2 × 20 = 232 und 292 + 2 × 20 = 332.

Mass in der ZeichnungBedeutungIm Bauplan
236 mmAussenbreite232,0 · Glas muss in die Nut
336 mmAussenhöhe332,0
200 × 300 mmSichtöffnung – in der Zeichnung gleich dem Glas192 × 292
40 mmProfiltiefe40,0 · wie das Holz
5 mm (Nut)Nutbreite – 1 mm mehr als das Glas5,0
4 mm (Rand)Nut hinter der Vorderkante4,0
5 mm (innen)Nuttiefe – deckt das Glas ab5,0
19,91 mmLänge eines DübelsØ6 × 25
20 mm (Seitenriss)Achsabstand der Dübel in der Tiefe20 · bei 10 und 30
5 mm (Stirnseite)Randabstand des Dübels8 ab Aussenkante
nicht bemasstRahmenbreite – aus dem Holz 20 × 4020,0
nicht bemasstVerankerung – Dübel längs in Leiste 2 und 3Schritt 4

Diagonale 405,0 ± 0,5.

Prüfmass vor dem Verleimen