Eichenrahmen 232 × 332
Gehrungsrahmen aus Eiche mit umlaufender Nut für das Riffelglas 200 × 300. Das Glas wird beim Verleimen eingeschlossen, der Druck liegt 30 mm dahinter auf einem Karton im Falz – was hängt, ist nicht mehr das Bild, sondern was das Glas daraus macht.
- Aussenmass
- 232 × 332
- Sichtöffnung
- 192 × 292
- Profil
- 20 × 40
- Nut
- 5 × 5
- Glas
- 200 × 300
- Glas bis Bild
- 30mm
- Falz
- 6 × 2
- Gewicht
- 1,2kg
Acht Blätter, alle Masse in Millimetern.
Ansichten, Schnitt, Leisten, Glas und Bild – aus denselben Massen gezeichnet wie das Modell. Die Zeichnungen sind untereinander massstäblich, gedruckt aber nicht in 1:1.
Gerendert




Profil, Ecke, Glas, Zuschnitt, Ablauf und Prüfung.
Profil und NutSchnitt durch die obere Leiste
Die EckeWer den Dübel hält
Die Dübel liegen längs in den Leisten 2 und 3 und ragen aus deren Enden heraus – links nach links, rechts nach rechts. Beim Zusammenbau liegen 2 und 3 mit dem Glas dazwischen, dann werden 1 und 4 von aussen aufgeschoben. Jede der beiden trifft auf zwei parallele Stifte, also eine einzige Schubrichtung. Nichts verkantet.
BohrlöcherVor dem Gehrungsschnitt bohren
Beide Leisten einer Ecke lassen sich bohren, solange die Enden noch rechtwinklig sind. Gebohrt wird dabei auch durch Holz, das der Gehrungsschnitt danach wegnimmt – deshalb sind die Bohrungen tiefer als der Teil, der am Ende übrig bleibt. Voraussetzung: Die Leiste ist vorher rechtwinklig auf ihre Aussenlänge abgelängt, damit die Spitze der Gehrung genau an der Stirn liegt.
| Leiste | Ansetzen | Bohrtiefe | Nach der Gehrung | Lage |
|---|---|---|---|---|
| 2 und 3 kurz, tragen die Dübel | Stirn, längs zur Leiste | 28 | 20 tief | 8 ab Aussenkante 10 und 30 ab Vorderkante |
| 1 und 4 lang, nehmen die Dübel auf | Innenkante, quer zur Leiste | 17 | 5 tief, Sackloch | 8 ab Stirn 10 und 30 ab Vorderkante 3 mm Restwand aussen |
- Warum 28 und 17. Die Gehrung läuft von der Aussenecke zur Innenecke. Auf der Höhe der Dübelachse, 8 mm von der Aussenkante, liegt sie bei Leiste 2 und 3 genau 8 mm hinter der Stirn: 8 + 20 = 28. Bei Leiste 1 und 4 liegt sie 12 mm vor der 20 mm entfernten Innenkante: 12 + 5 = 17.
- Leimraum. 28 geht auf null auf. Wer den Dübel nicht auf Grund stossen will, bohrt in 2 und 3 auf 29: Der 25er Dübel ragt dann 4 heraus und hat im 5er Sackloch 1 mm Platz für den Leim. Das Sackloch in 1 und 4 bleibt bei 17 – tiefer ginge es durch die Restwand.
- Die Nut füllen. In 1 und 4 setzt der Bohrer an der Innenkante an, wo die Nut schon gefräst ist. Einen Streifen 5 × 5 in die Nut stecken, sonst verläuft der Bohrer an der Kante. Das Stück fällt mit der Gehrung weg.
- Mit Anschlag, nicht angezeichnet. Bohrständer mit Tiefenstopp und zwei Anschlägen – einer für die 8 mm, einer für 10 bzw. 30 ab Vorderkante. Alle acht Löcher einer Tiefenlage in einem Durchgang, dann treffen sich die Paare.
Was 30 mm Abstand machenRiffelglas als Zylinderlinse
Riffelglas ist eine Reihe stehender Zylinderlinsen. Bei 4 mm Glas und 3,8 mm Rillenabstand liegt die Brennweite bei etwa 4 mm. Ein Bild direkt dahinter wird nur weich verzogen. Dein Bild liegt 30 mm dahinter, also weit hinter dem Brennpunkt – jede Rille wirft ein eigenes, seitenverkehrtes Bildchen, und die addieren sich zu einem senkrecht gestreiften Muster.
ZuschnittlisteAlle Masse in mm
| Pos | Teil | Material | Zuschnitt | Anz. |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Rahmenleiste lang | Eiche massiv, 20 × 40 | 332 aussen / 292 innen Gehrung 45° beidseitig | 2 |
| 2 | Rahmenleiste kurz | Eiche massiv, 20 × 40 | 232 aussen / 192 innen Gehrung 45° beidseitig | 2 |
| 3 | Riffelglas | 4 mm, Rillen senkrecht, wie geliefert | 200 × 300 nicht schneiden | 1 |
| 4 | Dübel | Rundstab Ø6, Buche oder Nussbaum | 25 abgelängt | 8 |
| 5 | Bild | Druck auf Papier, 200–250 g/m² | 203 × 303 lose auf dem Karton | 1 |
| 6 | Karton | Graukarton 2 mm | 203 × 303 im Falz, 1 mm Luft | 1 |
| 7 | Aufhänger | Zackenaufhänger | Schrauben max. 10 lang | 1 |
| 8 | Drehriegel | Messing 20 mm, Schrauben Ø3 × 10 | lange Leisten bei 82 und 246 ab oben | 4 |
Rohholzbedarf 4 Leisten mit zusammen 1128 mm Aussenlänge, aus dem vorhandenen Holz 20 × 40. Mit Sägeschnitten und Reserve rund 1300 mm Leiste – nichts auftrennen, nichts aufdoppeln.
Prüfmasse Diagonale 405,0 ± 0,5 · Nutgrund 202 × 302 · Gehrung 45,0°
BauablaufDas Glas bestimmt die Reihenfolge
-
Leisten herrichten
Das Holz 20 × 40 abrichten und auf Mass prüfen. Alle vier aus demselben Stück und mit gleicher Faserrichtung ablegen – an den Gehrungen sieht man jeden Wechsel.
Übermass 100 mm auf die Gesamtlänge -
Nut und Falz fräsen – vor dem Ablängen
Über die volle Länge, an der Tischfräse oder mit Nutfräser und Anschlag. In einem Durchgang alle vier Leisten, dann sitzt die Nut überall gleich tief und gleich weit von der Vorderkante. Danach den Falz hinten innen, 6 breit und 2 tief, mit dem Falzfräser.
5 breit × 5 tief · Innenseite · Nutmitte 6,5 mm ab Vorderkante · Falz 6 × 2 hinten innen -
Rechtwinklig ablängen
Beide langen Leisten auf 332, beide kurzen auf 232 – rechtwinklig, noch ohne Gehrung. Mit Längenanschlag arbeiten, nicht anzeichnen: nur so werden gegenüberliegende Leisten wirklich gleich lang. Diese Stirn ist später die Spitze der Gehrung.
332 und 232 genau · Stirnen im rechten Winkel -
Dübellöcher bohren – vor der Gehrung
In 2 und 3 längs in die Stirn, in 1 und 4 quer von der Innenkante. Die Bohrungen sind tiefer als nötig, weil der Gehrungsschnitt einen Teil davon wegnimmt. Nut dabei mit einem Streifen füllen. Die Masse stehen unter Bohrlöcher.
Ø6 · 2 und 3: 28 tief ab Stirn · 1 und 4: 17 tief ab Innenkante · Achse 8 ab Aussenkante · 10 und 30 ab Vorderkante -
Gehrungen schneiden
Die Spitze der Gehrung genau an die Stirn legen, der Sägeschnitt geht in den Abfall. Wird die Leiste dabei kürzer, stimmen Rahmenmass und Bohrtiefe nicht mehr.
45,0° · ein Fehler von 0,5° ergibt an vier Ecken 2° Spalt -
Trockenprobe mit Glas
Alles ohne Leim zusammenziehen, Glas eingelegt. Beide Diagonalen messen und prüfen, ob das Glas in der Nut Spiel hat. Danach kommt man nicht mehr heran.
Diagonale 405,0 ± 0,5 · Glasspiel rundum ~1 mm -
Schleifen und Ölen – jetzt, nicht später
Die Leisten einzeln fertig schleifen und ölen, solange sie flach auf der Bank liegen. Gehrungsflächen und Nut abkleben, dort muss Leim halten. Nach dem Verleimen ist das Glas im Weg.
Korn 120 → 180 · Kanten 0,5 mm brechen · Hartwachsöl, 2 Aufträge -
Verleimen – Rahmen um das Glas herum
Dübel in 2 und 3 einleimen. Dann 2 und 3 flach hinlegen, Glas in die Nuten schieben, und 1 und 4 von aussen aufschieben. Kein Leim in die Nut: das Glas muss sich bewegen können, sonst reisst es beim ersten Feuchtewechsel. Anschliessend Bandspanner.
PVAc D3 · 45 min im Spanner · Diagonalen während des Anziehens prüfen -
Ecken säubern und nachölen
Ausgetretenen Leim abnehmen, solange er noch gummiartig ist. Die Gehrungen leicht überschleifen und die Stelle nachölen – sonst bleibt dort ein matter Fleck. Glas grosszügig abkleben.
Leim nach ca. 30 min abstechen · Korn 240 · dünn ölen, nach 20 min abnehmen -
Bildpaket einlegen
Den Druck lose auf den Karton legen, beides in den Falz, die vier Drehriegel darüber drehen. Die 6 mm Lippe hält das Papier plan. Zum Wechseln Riegel drehen, Karton heben, neues Blatt einlegen – und das Glas lässt sich dabei von innen putzen.
Karton 203 × 303, 1 mm Luft · Druck 200–250 g/m² · Drehriegel Messing 20 mm, Schrauben Ø3 × 10 -
Aufhänger montieren
Zackenaufhänger mittig auf die obere Leiste, oder zwei seitlich mit Seil. Nicht in die Nut schrauben.
Schraubenlänge maximal 10 mm
Was zu beachten istPrüfung der Zeichnung
30 mm Abstand machen aus dem Bild ein Muster
Das ist die stärkste Wirkung im ganzen Entwurf und sie ist gewollt. Nur folgt daraus etwas für das Motiv: alles, was von feinen Linien, Text oder Gesichtern lebt, überlebt diesen Abstand nicht. Grosse Farbflächen, Farbverläufe und klare Formen dagegen werden schöner.
Das Glas kann nur beim Verleimen hinein
Eine umlaufende Nut schliesst das Glas ein. Es lässt sich weder vorher noch nachher einschieben, und bei Bruch muss der Rahmen aufgesägt werden. Genauso muss geschliffen und geölt sein, bevor das Glas drin ist.
Die Dübel dürfen vorgebohrt werden
Weil sie längs in 2 und 3 sitzen und nach aussen zeigen, kommen 1 und 4 zuletzt und schieben sich auf je zwei parallele Stifte. Wären die Dübel in 1 und 4 verankert, ginge es nicht – dann müsste 2 zuletzt gleichzeitig nach links und rechts.
Dübelachse 8 statt 5 mm von der Aussenkante
In der Zeichnung liegen die Dübel weiter aussen. Bei Ø6 bliebe dann zwischen Bohrung und Aussenfläche zu wenig Holz, und in der Tiefe würde die Bohrung die Nut streifen.
Restwand 3 mm statt 5 mm
In deiner Zeichnung bleiben zwischen Dübel und Aussenfläche 5 mm. Auf der Dübelachse liegt die Gehrung aber schon nach 8 mm – bei 5 mm Restwand blieben nur 3 mm Eingriff in Leiste 1 und 4, und der Dübel hätte kaum noch Halt.
Falz und Karton statt Klebepapier
Das Papier liegt lose auf einem 2 mm Karton und wird von der 6 mm Falzlippe plan gehalten. Nichts wellt sich, nichts klebt, der Druck lässt sich jederzeit wechseln und das Glas von innen putzen.
Das Glas ist da – und bestimmt das Mass
Das Riffelglas liegt mit 200 × 300 vor und lässt sich nicht schneiden. Also muss es in die Nut: Sichtöffnung 192 × 292 statt 200 × 300, Aussenmass 232 × 332 mit dem vorhandenen Holz 20 × 40.
Holzbewegung ist unkritisch
Verleimte Gehrungen reissen auf, wenn das Holz quer zur Faser arbeitet. Hier ist die Leiste nur 20 mm breit: bei 5 % Feuchteänderung sind das rund 0,17 mm pro Leiste. Die Ecken bleiben zu – vorausgesetzt, das Glas klebt nicht in der Nut fest.
Was in der Zeichnung stehtZeichnung → Plan
Die 19,91 mm sind nicht die Rahmenbreite – das ist die Bemassung eines Dübels, gerundet 20 mm. Die Rahmenbreite steht gar nicht in der Zeichnung. Rechnerisch ergäbe sie (236 − 200) / 2 = 18 mm – massgebend ist aber das vorhandene Holz: 20 × 40. Mit dem gesetzten Glas 200 × 300 wandert die Sichtöffnung auf 192 × 292, mit 20 mm Rahmenbreite wird das Aussenmass 192 + 2 × 20 = 232 und 292 + 2 × 20 = 332.
| Mass in der Zeichnung | Bedeutung | Im Bauplan |
|---|---|---|
| 236 mm | Aussenbreite | 232,0 · Glas muss in die Nut |
| 336 mm | Aussenhöhe | 332,0 |
| 200 × 300 mm | Sichtöffnung – in der Zeichnung gleich dem Glas | 192 × 292 |
| 40 mm | Profiltiefe | 40,0 · wie das Holz |
| 5 mm (Nut) | Nutbreite – 1 mm mehr als das Glas | 5,0 |
| 4 mm (Rand) | Nut hinter der Vorderkante | 4,0 |
| 5 mm (innen) | Nuttiefe – deckt das Glas ab | 5,0 |
| 19,91 mm | Länge eines Dübels | Ø6 × 25 |
| 20 mm (Seitenriss) | Achsabstand der Dübel in der Tiefe | 20 · bei 10 und 30 |
| 5 mm (Stirnseite) | Randabstand des Dübels | 8 ab Aussenkante |
| nicht bemasst | Rahmenbreite – aus dem Holz 20 × 40 | 20,0 |
| nicht bemasst | Verankerung – Dübel längs in Leiste 2 und 3 | Schritt 4 |
Diagonale 405,0 ± 0,5.
Prüfmass vor dem Verleimen