Bricht
Der Rahmen frontal an einer Betonwand, hinter dem Riffelglas ein roter Punkt.

Eichenrahmen

Ein Rahmen, der sein Bild nicht zeigt, sondern bricht.

Das 3D-Modell konnte nicht geladen werden. Der Bauplan ist vollständig und unabhängig davon lesbar.

Was hängt, ist nicht mehr das Bild, sondern was das Glas daraus macht.

Gehrungsrahmen aus Eiche massiv mit umlaufender Nut für 4 mm Riffelglas.

Das Glas hat 53 Rillen und wird beim Verleimen eingeschlossen. Der Druck liegt 30 mm dahinter, lose auf einem Karton im Falz. Der Rahmen misst 232 × 332 × 40 mm, wiegt 1,2 kg und zeigt von aussen keine einzige Bohrung. Das Musterbild ist ein roter Punkt – daran lässt sich die Wirkung beurteilen, bevor ein Motiv hineinkommt.

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Wo Holz auf Glas trifft.

Der Rahmen schräg von rechts mit Schlagschatten

30 Millimeter machen aus dem Bild ein Muster.

Eine Reihe stehender Zylinderlinsen.

Der rote Punkt hinter dem Riffelglas zerfällt in senkrechte Streifen

Riffelglas ist optisch kein Filter, sondern eine Linsenreihe. Bei 4 mm Glas und 3,8 mm Rillenteilung liegt die Brennweite bei etwa 4 mm. Ein Bild direkt dahinter würde nur weich verzogen.

Hier sitzt es 30 mm dahinter, also weit hinter dem Brennpunkt. Jede Rille wirft ihr eigenes, seitenverkehrtes Bildchen. Der Punkt bleibt rund, aber seine Kante franst in senkrechte Zacken aus – und verschiebt sich, sobald man vorbeigeht. Das ist der Grund für die 40 mm Tiefe: sie ist kein Rahmenprofil, sie ist der optische Abstand.

Um das Glas herum gebaut.

Nahaufnahme der Gehrung mit gebrochener Aussenkante

Das Glas steckt in einer umlaufenden Nut.

5 mm breit und 5 mm tief, 4 mm hinter der Vorderkante. Das Glas ist 4 mm dick und hat so 1 mm Luft. Eine umlaufende Nut lässt sich nicht nachträglich beschicken: der Rahmen wird um die Scheibe herum verleimt und ist danach zu.

Die Gehrungen halten je zwei Dübel, die längs in der oberen und unteren Leiste stecken und in Sacklöcher der Seitenleisten greifen. Von aussen ist keine Bohrung zu sehen. Die vier Aussenkanten sind auf 1 mm gebrochen, alles andere bleibt scharf. Das Bild liegt lose auf einem Karton im Falz und lässt sich wechseln – der Rahmen bleibt ein Objekt, kein Behälter.

Gezeichnet aus denselben Massen.

Diagonale 405 ± 0,5AA201922023220292203328253Dübel Ø6 × 25, verdeckt,je Ecke zwei übereinander(10 und 30 ab Vorderkante)Nutgrund 202 × 302, verdecktGlas 200 × 300 wie geliefert, 1 mm LuftRiffelglas, Rillen senkrechtTeilung 3,77 mm, 53 RillenGehrung 45°, alle vier Ecken · Aussenkanten 1 mm gebrochenBlatt I · Ansicht von vorne · Masse in mm
I. Ansicht von vorne.
405 Nut43322029220300 Glas30 Luft2 Falz56Zackenaufhänger, Schrauben max. 10 langauf der 14 mm breiten Rückfläche neben dem FalzKarton 2 mm, 203 × 303, mit dem losen Druck davor,liegt bündig im Falz 6 × 2, Drehriegel halten ihnRiffelglas 4 mm, Rillen nach vorne,sitzt lose in der Nut, 1 mm Luft, kein LeimLeiste 20 × 40, Eiche massiv,Faser längs, HartwachsölVorderkante links · Tiefe 40: 8 bis zum Glasrücken, 30 Luft, 2 FalzBlatt II · Schnitt A–A · Masse in mm
II. Schnitt A–A.

Alle sieben BlätterAlle sieben Blätter

Der Rahmen ist ein Objekt, kein Behälter.